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Tornado (Album) 2009

Alles über die von
Jörg Bausch veröffentlichten
Silberlinge

Tornado (Album) 2009

Beitragvon Admin » 25. Jan 2010, 10:09

Jahr: 2009
CD Gloriella 88697582672 (Sony) / EAN 0886975826728

Tracks:
1. Tornado 3:38
2. Ich werd so leicht schwach 3:38
3. Wie ein Blitz 3:42
4. Herz in Not 3:27
5. Wüstenstaub 3:30
6. Heiss wie Feuer 3:22
7. Silbertablett 3:37
8. Wenn nicht du, wer dann 3:49
9. Dieser Flug 2009 3:30
10. Wie im Himmel so auf Erden 3:04
11. Es war nur ein Traum 3:39
12. Man lebt nur einmal 3:43
13. Mein letztes Hemd 3:41
14. Ohne Euch 3:19
15. Best-Of-HitMix 4:58
16. Wie ein Blitz (DJ-Mix) 3:51
17. Tornado (DJ-Mix) 3:34
Über Plagiatoren soll man nicht allzu hart urteilen. Es kann durchaus ein Milderungsgrund sein, dass ihre Einfälle nicht von ihnen stammen.” George Bernard Shaw
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Re: Tornado (Album) 2009

Beitragvon Admin » 25. Jan 2010, 11:21

Die CD in Händen betrachte ich interessiert die Rückseite des Covers.



Tornado?

Klingt das nicht so richtig nach Spannung und Katastrophenfilm?

Na, aber hallo.

Tornados!

Da fallen mir gleich unendlich viele vor Blut triefende Filmtitel ein.
Gewaltig, schnell und unerreicht rast er durchs Land. Unvorhersehbar, unhaltbar und absolut zerstörerisch.

Unvorhersehbar, wie das Wetter allgemein.

Aus diesem Grund halte ich auch Wettervorhersagen für eines der großen Rätsel in unserer Welt. Sie sind, früher ebenso wie heute, nichts anderes als Kaffeesatzleserei und anstatt uns auf Kachelmann, Plöger oder Walch zu verlassen, könnten wir ebenso gut in eine Glaskugel starren.
Wetterprognosen sind wie das "richtige Leben". Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Beziehungsweise "vorhergesagt" bekommt........


Ich werd so leicht schwach.

Ach, denke ich, der auch?

Ich werd schwach bei Chips und Bier, manchmal auch bei Gummibärchen oder bei der Kombination von Rotwein und Kaminfeuer.
Hinterher lege ich dann jeweils einen heiligen Eid ab, nie wieder schwach zu werden. Das hält dann ungefähr bis zum nächsten Einkauf bzw. zu den nächsten, kühlen Abendstunden.

Schwach… Schwäche … beängstigende Worte.

Wer kann sich heutzutage noch erlauben Schwäche zu zeigen?
Wann soll man stark sein, wann darf man schwach sein? Wann passt es gerade? Wie definiert man eigentlich stark und schwach. Ist jemand der nach außen alle Dinge im Griff hat, aber im Innenleben alleine ist, stark?

In dieser Welt, die derart erfolgssüchtig ist, versucht da nicht jeder Stärke vorzuspielen und so zu tun, als ob die Fehler alle bei den anderen liegen?
Wie oft ist Hass stärker als Liebe? Wie oft ist Rache stärker als Vergebung und wie oft ist rohe Gewalt stärker als Verwundbarkeit?
Aber braucht man nicht eine Schwäche für Dinge, mehr noch für Menschen, um sie lieben zu können? Eine Hingabe, die auf Macht und Stärke verzichtet?

Sind Menschen nicht erst wirklich liebenswürdig, wenn sie schwach sein dürfen, gerade vor sich selbst? Und werden sie nicht erst wirklich dort geliebt, wo sie schwach sein dürfen, ohne beim anderen Überlegenheit und falsche Stärke hervorzulocken?


Wie ein Blitz

Ach du Schande, denke ich, das klingt schwer nach Liebe auf den ersten Blick.
Mir stellen sich die Nackenhaare auf, denn in den meisten Fällen entwickelt sich die „andere Hälfte“ doch sowieso recht hurtig zu einem „Klotz am Bein“.
Zumal ich bei zwei Hälften immer meinen Großvater vor Augen habe, der einmal die Frage meiner Großmutter: „Liebst Du mich noch?“ kurz und knapp mit: „Suchst Du Streit?“ beantwortete.

Wie ein Blitz.
Kann mir nicht passieren.

Ich entscheide mit dem Kopf und nicht mit dem Bauch. Wenigstens bis vor ein paar Wochen. Denn dann ist etwas geschehen was mein ganzes Weltbild ins Wanken gebracht hat.
Plötzlich finde ich die blödesten Schlager „irgendwie schön“ und die Vorstellung eines verregneten Sonntags bringt mich zum Lächeln anstatt zum Schimpfen.

Und warum das alles? Weil ich in die schönsten Augen der ganzen Welt gesehen habe. Weil ein einziges Lächeln meine Welt auf den Kopf gestellt hat. Und seit diesem Lächeln ist alles anders geworden …


Herz in Not
Der arme Kerl, schiesst mir durch den Kopf.

Klar, Männer haben es heutzutage wirklich nicht leicht, eine Frau zu beeindrucken. Ich finde es auch entschieden leichter mit dem Hintern zu wackeln und erfolgversprechende Blicke los zu lassen, als jemanden mit Worten von den eigenen Qualitäten zu überzeugen.

Als Mann sollte man sich überhaupt gut überlegen, mit welchem Spruch man sich an die Dame seiner Wahl wendet. Es gibt ausgesprochen abschreckende Beispiele, aber wirksam sind definitiv Komplimente. Völlig egal, was für ein beklopptes Outfit die Dame auch haben mag, wenn man ihr sagt, dass es toll aussieht, wird sie einem weiteren Annäherungsversuch nicht abgeneigt sein.

Ausserdem sollte man auf jeden Fall Berufliches und Privates trennen. Wer steht schon gern im Fahrstuhl, fragt nach einem Date mit der neuen Kollegin und erhält als Antwort: „Ich glaube, dazu werden Sie keine Zeit haben“. Wenn man Pech hat, ist es dann die neue Chefin, und die muss es wissen.


Wüstenstaub

Ich hab verdammt lange überlegen müssen, was mein erster Gedanke war, als ich den Titel auf der Rückseite des Covers gelesen hab, denn zu Wüstenstaub fallen mir viele Dinge ein.

Angefangen mit Geistesblitzen von brennend heißem Wüstensand, einem schmutzigen Gesicht (verschmiert mit Schweiß und Staub) über Klimaveränderungen bis hin zur von mir verhassten Beschäftigung des Autowaschens ist so ziemlich alles dabei.

Aber ich glaube, mein allererster Gedanke war tatsächlich:
Was macht eine Blondine in der Wüste?
Staub saugen!


Und während mir dieser Gedanke durch den Kopf ging, vernahm ich ein älteres Ehepaar, das sich über Picasso, dem „ach so großen Künstler“ unterhielt. Picasso … war das nicht der, der in seinem Testament geschrieben hatte
"Ich bin nur ein Clown, der seine Zeit verstanden und alles herausgeholt hat aus der Dummheit, der Lüsternheit und Eitelkeit seiner Zeitgenossen"?


Heiß Wie Feuer

Warum ich bei diesem Titel an Erkältungsbeschwerden denken muss, kann ich nicht mal genau sagen.

Vielleicht, weil ich erst grad eben Fieber, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden hinter mich gebracht habe und jeder Bissen im Hals wie Feuer brennt.
Dabei konnte ich übrigens sehr gut feststellen, dass man ohne Schlucken nicht vernünftig schlafen kann. Und wenn man dann, auf dem Bauch liegend, still ins Kissen sabbert, führt das beim besten Willen nicht zu Wohlbefinden.

Viel schmerzhafter als Schluckbeschwerden ist es allerdings, wenn man Post vom Finanzamt bekommt und die fällige Zahl erkennt. Dann kann es schon mal geschehen, dass man von Ärzten träumt. Von Ärzten die zu einem Einsatz gerufen wurden weil jemand das Finanzamt in die Luft gesprengt hatte. Und man sieht sich selbst in dem Traum. Lächelnd und mit einem Benzinkanister.


Silbertablett

Himmel, ist der reich.

Also ich kann mich grad ausgesprochen gut an Diskussionen in meinem Bekanntenkreis erinnern, Dabei ging es darum, dass einige erklärten warum sie dringend mehr Geld bräuchten. Einer kann kein Schulgeld für seine Tochter bezahlen, ein anderer will einen Ring für seine Frau (gestrichen, das ist wirklich unnütz), ein weiterer will es nicht für sich, sondern für sein Enkelkind. Eine Frau möchte es damit sie in den Urlaub fahren kann. Die beste Antwort kommt von einem Mann, der sagte: Ich will eine Platte produzieren. Außerdem brauchen wir dringend einen Tourbus und da hilft das Kleingeld auf der Bahnhofstrasse auch nicht weiter.

Aha. Ich hätte auch ein paar Gründe. Mein Auto ist schon fast ein Jahr alt. Mein letzter Tapetenwechsel war im Dezember und ich habe noch immer keine Villa mit Pool gefunden, die ich mir leisten könnte.

Also Kanzlerin ..... los geht’s. Ich will auch mehr Geld. Obwohl, manchmal wäre ich schon zufrieden, wenn ich nicht ganz soviel abgeben müsste.






Wenn nicht du, wer dann?
folgt


Dieser Flug

Der Titel verursacht Gänsehaut, denn ich steige nicht mal in ein Flugzeug, wenn mir jemand eine Waffe an den Kopf hält.

Allerdings muss ich täglich feststellen, dass Autofahren mittlerweile auch nicht mehr das Gelbe vom Ei ist. Und das liegt weniger an meinem Auto (das mag ich wirklich gerne), als an den lieben Mitmenschen.

Offenbar denkt in diesem Land jeder, der am Steuer eines Fahrzeuges mit vier Rädern sitzt, er wäre der einzige Verkehrsteilnehmer auf dieser Welt. Es gibt bestimmte Situationen, die treiben mich einfach in den Wahnsinn. Dazu gehören zum Beispiel Abschleppfahrzeuge, die, um ein einziges Auto abzuschleppen, achtundzwanzig andere Autos behindern. Grausam sind auch Menschen, die eine Adresse suchen und deshalb mit 10 Stundenkilometern durch die Straßen schleichen, ohne daran zu denken, dass hinter ihnen mittlerweile dreißig andere Autofahrer AUCH 10 Km/h fahren müssen.
Auch Rechtsabbieger, die vorher einen riesigen Bogen nach links machen, treffen bei mir einen wunden Punkt, ebenso wie Menschen im Parkhaus, denen erst an der Ausfahrt einfällt, dass sie ihren Parkschein hätten VORHER bezahlen sollen.

Am schlimmsten aber sind die Menschen, die ihren Führerschein noch im Krieg gemacht haben und deshalb denken, sie wären die besten Autofahrer der Welt und auch aus Prinzip weder Brille noch Hörgerät tragen.


Nur ein Traum

Ist das jetzt mehr im Sinne von „oooch, nur ein Traum“ oder von „puh, nur ein Traum“?

Bei Letzterem stelle ich mir vor, dass es sich um folgenden Traum gehandelt hat:

Es ist Nacht und er läuft durch ein riesiges Schloss mit breiten Gängen. Es ist ein seltsames Licht in diesem Schloss und so kann er zwar den Boden gut sehen, aber kaum etwas von dem, was sich darüber befindet.
Er rennt also diese Gänge entlang und sucht den Ausgang. Den findet er nicht, was er aber findet ist eine Frau, ganz am Ende eines Ganges. Sie ruft seinen Namen und läuft auf ihn zu. Eigenartiger Weise kommt sie nicht näher und so beginnt er ihr entgegen zu laufen.
Die Frau rennt, er rennt, aber ständig verändern sich die Gänge und sie finden nicht zueinander. Und immer wenn er ihr näher kommt, kann er mehr von ihr erkennen.
Sie trägt Strapse und hohe Schuhe und ihre Absätze klappern laut auf dem Boden. Ständig ruft sie seinen Namen und er gerät in Panik, weil er sie einfach nicht erreichen kann.

Plötzlich erkennt er ihre merkwürdige Frisur, kann aber nichts von ihrem Gesicht erkennen. Irgendwann jedoch kommt er dieser Frau dann doch näher. Desto näher er ihr kommt, desto langsamer werden seine Schritte, denn er kann sie immer besser erkennen.
Sie steht da, mit ausgebreiteten Armen, ruft seinen Namen und was er sieht missfällt ihm. Er kommt trotzdem immer näher und als er dicht vor ihr ist, weiss er, wem er gegenüber steht. Vor ihm steht, mit verzücktem Gesicht, A. Merkel.
Sie versucht ihn zu packen, aber er ist schneller. Mit vor Entsetzen verzerrtem Gesicht rennt er in die andere Richtung. Er rennt und rennt, hinter sich die grauenvolle Angela in noch grauenvolleren Strapsen. Als er kurz vor der Ohnmacht steht, spürt er ihre Hände an seinem Hals. Dann reisst sie ihn zu Boden.
Das nächste was er sieht, ist sein dunkles Schlafzimmer von unten, denn er ist aus dem Bett gefallen.

Gibt es etwas Grauenvolleres im Leben? Ich schätze, das ist der Vorhof zur Hölle...........


Mein letztes Hemd

Originaltext September 2009 © Diana Heither
Mein letztes Hemd teile ich mir mit der kompletten Familie. Und das, weil ich alle anderen Hemden verliehen hab, wie schon einige Dinge vorher.
Das Verleihen von Gegenständen ist in etwa genauso, als würde ich sie in ein großes schwarzes Loch werfen, aus dem sie nie wieder auftauchen.

Die Liste meiner verliehenen und nicht mehr zurückgekommenen Bücher würde diesen Text sprengen. Weiterhin fehlen mir noch: Eine Friteuse, ein Hochdruckreiniger, zwei Supernintendo-Spiele, ein Karnevalskostüm, ein Trinkwassersprudler, ein Vorschlaghammer, diverses Werkzeug und eine Wolldecke. (Das sind nur die Sachen, die mir spontan eingefallen sind.)
Vorhin hat mich meine Schwester gefragt, ob ich ihr meinen DVD-Player leihen könnte. "Gern", hab ich gesagt. "Allerdings hat ihn gerade meine Freundin. Und danach hat sich Dennis angemeldet. Nach Dennis wollte ihn noch Gitta und über Weihnachten 2010 hätte ich ihn ganz gern selbst. Reicht es dir Januar 2011?"

Dann hat sie einfach aufgelegt. Dabei wollte ich nur freundlich sein …


Der oben genannten Liste lässt sich heute noch einiges hinzufügen. An erster Stelle steht Geld. Auch dieses ist in besagtem schwarzen Loch verschwunden und wird mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nie wieder zu seinem rechtmäßigen Besitzer zurück finden. Ebenso wie die Senseo-Kaffeemaschine oder die schwarze Weste. Auch meine Texte/Videos und Fotos auf einer fremden Homepage/einem fremden Forum muß ich wohl unter "einem einnehmenden Wesen zum Opfer gefallen" abschreiben (die hier aufgeführten Texte gehören auch dazu).
Eher amüsant oder sogar lächerlich finde ich es, wenn sich jemand woanders Geld leiht, nur um damit geliehenes Geld zurück zu zahlen. Vor allem, weil vorhersehbar ist, dass der neue Geldgeber sein Geliehenes auch grad in ein schwarzes Loch geworfen hat, ohne es zu wissen.

Viel schlimmer allerdings, als diese materiellen Dinge sind die Enttäuschung darüber, dass man sich derart in einem Menschen getäuscht hat. Wie lautet die Textpassage von Jörg Bausch nochmal? "Auf dem Silbertablett hast du dich serviert ..." Die Bedeutung des Satzes ist simpel. Jemand täuscht nach außen etwas vor, was in Wahrheit nicht existiert.
Wenn man so einen Menschen im Familien- oder Freundeskreis hat, der sich nicht revanchiert, der alles für sich alleine haben will, dann wird man sich in Zukunft genau überlegen, ob man nochmal mit diesem Menschen etwas zu tun haben möchte. Das regelt sich alles von alleine. Natürlich muss man kleinere Verluste zwischendurch immer wieder einstecken. Aber im Großen und Ganzen funktioniert das prima.

Im Grunde genommen ist es gleichgültig welche materiellen Werte im Laufe eines Lebens angehäuft werden oder in welchen elitären Klubs einer Mitglied ist. Es zählt einzig und allein in wie vielen Herzen man einen kleinen Platz einnimmt, wie viele Menschen mit einem Lächeln auf den Lippen an einen denken und vor allem: das man sich selbst treu bleibt.



© Diana Heither (September 2009/Januar 2010)
Über Plagiatoren soll man nicht allzu hart urteilen. Es kann durchaus ein Milderungsgrund sein, dass ihre Einfälle nicht von ihnen stammen.” George Bernard Shaw
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